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NEW YORK CITY MARATHON 2013 am 3. November 2013
(Bericht von Rolf Maier)

3.11.2013 – die Spannung lag in der Luft. Um 5:45 Uhr wurde ich mit den anderen Läufern vom Hotel abgeholt. Die Temperatur betrug acht Grad und es ging ein leichter Nordwind. Der Anschlag auf den Boston Marathon hatte bereits im Vorfeld für erhöhte Sicherheitsvorkehrungen gesorgt: Überall Polizisten, zu Wasser, zu Land und in der Luft. Wir fühlten uns sicher.

Auf diesen Lauf hatte ich mich schon lange gefreut, aber leider war immer etwas dazwischen gekommen. Im vergangenen Jahr fegte Hurrikan Sandy über die Stadt hinweg und stürzte sie ins absolute Chaos. Flüge wurden gecancelt und der Marathon letztendlich abgesagt. Vielleicht mit ein Grund dafür, dass so viele Menschen auf dem Startfeld versammelt waren. 50.739 Läuferinnen und Läufer  – und ich.

Nach Ankunft an der Verrazano Bridge in Staten Island musste ich die Zeit zum Start überbrücken. Bei Kaffee, Bagels und Gesprächen mit Gleichgesinnten gelang das sehr gut. Die professionellen Läuferinnen und die Rollstuhlklasse waren schon um 9:15 Uhr separat gestartet. Vor unserer Aufstellung an der Startlinie wurde die wärmende Kleidung in bereitgestellte Behälter abgelegt, die Bedürftigen zugute kommt.

Um 9:40 Uhr startete ich mit der ersten der vier Hauptwellen zu dem Klassiker „New York, New York“ von Frank Sinatra. Gänsehaut pur! Wie schnell würde ich meinen Rhythmus finden? Alle 25 Minuten legte die nächste Welle los. Nach Überquerung der Verrazano-Brücke – mit einer Spannweite von drei Kilometern und massivem Gegenwind – führte die Strecke über Brooklyn, Queens und die Bronx nach Manhattan. Zehn Minuten später lief es bereits rund. Vorbei an begeisterten Zuschauern, die ich in der Masse so noch nie erlebt hatte, wurden die einzelnen Stadtteile durchlaufen.

Zwischendurch schoss ich mit einer kleinen Kamera Erinnerungsfotos. Bei Meile 18 wurden meine Beine langsam schwerer und ich bekam plötzlich einen Hungerast. Mit einem Gel an der nächsten Verpflegungsstelle konnte ich neue Kräfte mobilisieren. 8 Miles more to go! Das Ziel im Central Park erreichte ich an der Ostseite der sogenannten Museumsmeile. Im Park wurden alle Sportler von dicht an dicht gedrängten Zuschauern frenetisch zur Ziellinie gepeitscht. Endlich angekommen, wurden wir von Freunden und Familie in die Arme geschlossen.

In dieser Stadt den Marathon zu laufen, in der Stadt, die niemals schläft, war ein lang gehegter Wunsch von mir, der endlich in Erfüllung ging. Beeindruckt haben mich vor allem die breiten Straßen, die Tiefe der Häuserschluchten und die Lebendigkeit der Stadt. Womit ich trotz aller Vorbereitung nicht gerechnet hatte, war, welchen Stellenwert der Laufsport in den USA einnimmt. New York und seine Bewohner identifizieren sich total mit diesem internationalen Großereignis und feiern alle Sportler, die daran teilnehmen. Man muss sich nicht wundern, wenn man von Fremden auf der Straße darauf angesprochen wird. Good Job, everyone!

New York 1
New York 2

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